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Klassifizierte Produktdaten für technischen Handel, Hersteller und digitale Vertriebskanäle.

Warum ETIM und ECLASS im technischen Handel wichtig sind

Im technischen Handel reichen Produktname, Artikelnummer und Kurzbeschreibung häufig nicht aus. Käufer, Händler, Plattformen und Ausschreibungssysteme benötigen technische Merkmale in einer klar definierten Struktur. Klassifikationssysteme wie ETIM und ECLASS schaffen dafür gemeinsame Regeln: Produkte werden Klassen zugeordnet und über standardisierte Merkmale, Werte, Einheiten und Codes beschrieben. Dadurch können Produktdaten zwischen Unternehmen, Ländern und Systemen leichter übernommen und maschinell verarbeitet werden.

Für ein PIM-System ist diese Struktur besonders wertvoll. Produktdaten können zentral gepflegt, mit Klassifikationsinformationen angereichert und anschließend in unterschiedliche Kanäle ausgeleitet werden. mediaSolution3 unterstützt ETIM 8.0, ETIM 9.0 und ETIM 10.0 sowie ECLASS in den Varianten BASIC und ADVANCED. ETIM Modelling Classes werden ebenfalls unterstützt.

ETIM und ECLASS: der Unterschied

ETIM ist stark auf technische Produktgruppen ausgerichtet und im Elektrobereich sowie in weiteren technischen Gewerken verbreitet. Das Modell arbeitet mit klar definierten Produktklassen und zugehörigen technischen Merkmalen. ECLASS ist branchenübergreifend angelegt und verwendet eine hierarchische Klassifikationsstruktur mit standardisierten Merkmalen und Codes. Beide Standards verfolgen dasselbe Grundziel: Produktinformationen sollen eindeutig beschrieben, systemübergreifend verstanden und effizient ausgetauscht werden.

Für Unternehmen ist deshalb nicht die Frage entscheidend, welcher Standard besser ist. Relevant ist, welchen Standard Lieferanten, Handelspartner, Plattformen und Zielmärkte verlangen. In mediaSolution3 werden ETIM und ECLASS als eigenständige Klassifikationssysteme geführt. Eine gleichzeitige Zuordnung von ETIM und ECLASS am selben Artikel ist im aktuellen Stand nicht vorgesehen; ebenso gibt es kein automatisches oder manuelles Mapping zwischen ETIM und ECLASS innerhalb dieser Funktion.

Technisch bedeutet die Arbeit mit Klassifikationen, dass nicht nur sichtbare Merkmalsbezeichnungen gespeichert werden. Entscheidend sind auch standardisierte Codes für Klassen, Merkmale, Werte und Einheiten. mediaSolution3 bereitet dafür pro Klassifikationssystem und Versionsstand eine eigene Klassifikationsdatenbank auf. Der Kunde kann für Klassifikationsdaten beliebige fünf Sprachen auswählen. Damit lässt sich die Klassifikationsstruktur gezielt an die benötigten Zielmärkte und Empfänger anpassen.

Was mediaSolution3 bei Klassifikationen unterstützt

Bereich Unterstützung in mediaSolution3
ETIM-Versionen ETIM 8.0, ETIM 9.0 und ETIM 10.0.
ETIM Modelling Classes Werden unterstützt.
ECLASS BASIC und ADVANCED werden unterstützt.
Versionsbezogene Datenbasis Je Klassifikationssystem und Version wird eine eigene Klassifikationsdatenbank mit Klassen, Attributzuordnungen, Kodierungen, Wertelisten und Sprachen vorbereitet.
Parallele Klassifikation ETIM und ECLASS werden nicht gleichzeitig am selben Artikel geführt.
Mapping Ein Mapping zwischen ETIM und ECLASS ist innerhalb dieser Funktion nicht vorgesehen.
Mehrsprachigkeit Der Kunde kann für Klassifikationsdaten beliebige fünf Sprachen auswählen.
Individuelle Erweiterungen Klassifikationsvorgaben können durch eigene Datenstrukturen ergänzt werden; auch unternehmenseigene Klassifikationen sind möglich.
Ausgabe Klassifizierte Daten können in standardisierte Exporte und elektronische Kataloge eingebunden werden, unter anderem in Verbindung mit BMEcat.
Branchenplattformen Die konkreten Zielplattformen unterscheiden sich projekt- und branchenspezifisch. mediaSolution3 stellt die klassifizierten Daten in den geforderten Strukturen bereit; die jeweilige Plattform verifiziert die Daten vor dem Import.
Digitaler Produktpass Verfügbar sind Datenmodell und Speicherung der DPP-Daten, Export und API sowie die Generierung von QR-Codes direkt aus dem PIM.

Klassifikation in der Praxis des technischen Handels

Der Nutzen zeigt sich besonders dort, wo Hersteller Produktdaten an Händler oder Plattformen liefern. Wenn Klassen und Merkmale standardisiert codiert sind, lassen sich Daten schneller übernehmen, vergleichen und in Shops, Kataloge oder Portale überführen. Für Lieferanten reduziert sich der Abstimmungsaufwand, weil klar ist, welche technischen Informationen erwartet werden. Für Händler sinkt der manuelle Nachpflegeaufwand, weil eingehende Daten bereits strukturiert vorliegen.

Bei mediaSolution3 wird die Klassifikationslogik mit der zentralen Produktdatenpflege verbunden. Die Originaldaten einer Klassifikationsversion werden in einer eigenen Klassifikationsdatenbank bereitgestellt. Damit können Klassen, Merkmale, Kodierungen und Wertelisten in der Produktpflege genutzt werden. Klassifizierte Produktinformationen lassen sich anschließend für definierte Empfänger und Kanäle ausgeben. Welche Plattformen oder Marktplätze ein Kunde konkret bedient, ist branchenspezifisch unterschiedlich; die Zielsysteme prüfen die bereitgestellten Daten jeweils auf Konformität und importieren sie bei erfolgreicher Validierung.

Praxisbeispiele: HL Hutterer & Lechner und Demelectric

Ein konkret dokumentiertes Beispiel ist HL Hutterer & Lechner, Hersteller von Abläufen, Siphons und Sanitär-Verbindungsteilen. Im gemeinsamen PIM-Projekt wurden Datenstrukturen, Im- und Exporte, Artikel, Sprachen, Assets und Klassifizierungen wie ETIM im Datenmodell-Workshop definiert. Nach der Systemintegration richtete Goodson definierte ETIM-Exporte ein. Damit verbindet das Unternehmen die zentrale Produktdatenpflege mit standardisierten Ausgaben für seine Zielkanäle.

Auch Demelectric aus dem Elektrobereich nutzt mediaSolution3 für klassifizierte Produktdaten. In der Projektbeschreibung wird ausdrücklich die Anforderung genannt, klassifizierte Datenexporte im ETIM-Format einfach und zuverlässig bereitzustellen. Beide Beispiele zeigen, warum Klassifikationen gerade für technische Hersteller und den technischen Großhandel ein relevantes Auswahlkriterium für PIM-Systeme sind.

Zusammenspiel mit BMEcat

ETIM und ECLASS strukturieren den Inhalt, BMEcat transportiert ihn. Ein elektronischer Katalog kann Produktbeschreibungen, technische Merkmale, Mediendaten und weitere Kataloginformationen enthalten und dabei klassifizierte Daten mitführen. mediaSolution3 unterstützt BMEcat 1.2 und 2005 für Import und Export sowie die ETIM BMEcat Guideline Version 5. Damit lassen sich zentral gepflegte und klassifizierte Produktinformationen standardisiert an Geschäftspartner weitergeben. Mehr dazu auf der Glossarseite BMEcat.

Digitaler Produktpass in mediaSolution3

Für Anforderungen rund um den Digitalen Produktpass stellt mediaSolution3 bereits die technischen Grundlagen bereit. Dazu gehören ein geeignetes Datenmodell, die Speicherung der DPP-relevanten Informationen, die Bereitstellung per Export oder API sowie die Generierung von QR-Codes direkt aus dem PIM. Welche Daten konkret im Produktpass geführt werden und wie sie an externe Systeme übergeben werden, wird im jeweiligen Projekt anhand der Produktgruppe und der regulatorischen Anforderungen definiert.

Häufige Fragen zu ETIM, ECLASS und mediaSolution3

Welche ETIM-Versionen unterstützt mediaSolution3?

Unterstützt werden ETIM 8.0, ETIM 9.0 und ETIM 10.0. ETIM Modelling Classes werden ebenfalls unterstützt.

Unterstützt mediaSolution3 ECLASS BASIC und ADVANCED?

Ja. mediaSolution3 unterstützt beide Varianten.

Können ETIM und ECLASS gleichzeitig am selben Artikel geführt werden?

Nein. ETIM und ECLASS werden in mediaSolution3 als eigenständige Klassifikationen geführt und nicht gleichzeitig am selben Artikel zugeordnet.

Wie viele Sprachen können für Klassifikationen verwendet werden?

Der Kunde kann beliebige fünf Sprachen für die Klassifikationsdaten auswählen.

Unterstützt mediaSolution3 den Digitalen Produktpass?

Ja. Verfügbar sind Datenmodell und Speicherung der DPP-Daten, Export und API sowie die QR-Code-Generierung direkt aus dem PIM.